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Einführung Ästhetik: Mediengeschichte, Technologie, Wahrnehmung - Einzelansicht

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Grunddaten
Veranstaltungsart Basisseminar Anz. Teilnehmer St.Universale
VeranstaltungsID 256856 Anzahl Credits Studium Universale
Semester WiSe 2024/25 SWS 4
Erwartete Teilnehmer/-innen Max. Teilnehmer/-innen
Rhythmus 2 jedes 2. Semester Studienjahr
ECTS ohne Prüfung 4 ECTS mit Prüfung 4+7
Hyperlink   QVM finanziert N
Belegungsfrist HHU Allgemeine Frist (ganzsemestrig, Anmeldung) 01.09.2024 - 14.03.2025

Belegpflicht
Termine Gruppe: [unbenannt] iCalendar Export für Outlook
Tag Zeit Rhythmus Dauer Raum Raum-
plan
Lehrperson Status Bemerkung fällt aus am Max. Teilnehmer/-innen  
Mi. 14:30 bis 18:00 woch 0-Hörsaal - 2321.HS 3H         Einzeltermine anzeigen
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Zugeordnete Person
Zugeordnete Person Zuständigkeit
Curtis, Robin , Univ.-Prof. Dr.
Studiengänge
Abschluss Studiengang Semester PO-Version
Bachelor Medien- und Kulturwissenschaft (BA, PO 2018) - 2018
Bachelor Medien- und Kulturwissen. (BA, PO 2020) - 2020
Module
Modul
Basismodul I (BA, PO 2013)
Zuordnung zu Einrichtungen
Institut für Medien- und Kulturwissenschaft
Inhalt
Kommentar

Wir haben unsere Einführung in die Medienkulturwissenschaft in drei Studienbereiche gegliedert: Ästhetik, Kultur und Medien. Sie bilden jeweils spezifische Fragestellungen und wissenschaftliche Zugänge zu den Gegenständen unseres Faches. Da sie aber wiederum nur zusammen eben diese Gegenstände konturieren, haben wir die Einführungen aufeinander abgestimmt 

Der Bereich Ästhetik umfasst nicht nur alle Prozesse, in denen Menschen sich und andere wahrnehmen und sich in dieser Wahrnehmung beeinflussen, er schließt entsprechende Vorgänge zwischen Menschen und Tieren, Dingen, Bewegungen, Farben, aber auch etwa zwischen Dingen ein. Wie finden diese Prozesse statt, sind sie immer als durch Zeichen vermittelte zu beschreiben? Wie unterscheiden sie sich, wenn wir die Kommunikation etwa über Sprache, über Bilder oder über Bewegungen differenzieren? 
Der Bereich Kultur untersucht die Formen und Institutionen, in denen sich soziale Bindungen realisieren und Bedeutungen entstehen. Er fragt nach der Dauer und der Veränderbarkeit, aber auch nach dem anderen dieser Formen und Institutionen, nach dem, was sie ausgrenzen, was aber vielleicht doch zugleich einer ihrer Voraussetzungen ist.
Der Bereich Medien deckt die materiellen Träger von Kommunikation ab. Damit sind aber nicht nur die modernen Massenmedien gemeint, sondern alle Formen kommunikativer Austauschprozesse. Es geht insbesondere um die Wechselwirkung zwischen medialen und kulturellen Diskursen. Die genaue Planung ist dem Semesterapparat (bei ILIAS für Ästhetik und Kultur und bei Moodle für Medien) zu entnehmen.

In dieser Lehrveranstaltung zur Ästhetik, die eine Vorlesung mit einem Seminar kombiniert, werden die Zusammenhänge zwischen verschiedenen Medien ab dem Ende des 19. Jahrhunderts anhand der Filmgeschichte untersucht. Im Mittelpunkt steht dabei die Auseinandersetzung mit Filmen, die wir jede Woche sichten werden. Dabei wird folgende Frage wegweisend sein: Welche Form des Zugangs zum Abwesenden kann das bewegte Bild anbieten, sei es zeitlich oder räumlich?

Ausgehend von der Untersuchung verschiedener Phänomene, Filme, Phänomene der Populärkultur, historischer Ereignisse, technischer Innovationen und der Entwicklung industrieller Strukturen untersucht diese Lehrveranstaltung, wie die audiovisuellen Medien zum paradigmatischen Medium des 20. Jahrhunderts wurden. Wir werden folgende Fragen stellen:

  • Wie wirken sich Erfindungen und technologische Innovation auf die Form der Medien und auf Medientexte aus?
  • Wie prägt die allmähliche Industrialisierung der Filmproduktion (z.B. durch das Star-System, das Studio-System etc.) das bewegte Bild?
  • Wie haben sich populäre Medien und Medienformen vermischt, lange bevor Henry Jenkins den Begriff Convergence Culture prägte?
  • Wie können Filme Einblicke in vergangene Lebenswelten bieten (z.B. durch Gesten, Mimikry, Verhalten, Situationen, kinetische und körperliche Erfahrung etc.)?

Ein Beispiel: Thomas Edison wollte nicht herausfinden, wie man Stummfilm produziert, als sein Laboratorium 1889 eine Möglichkeit zur Herstellung des bewegten Bildes (in Form des Kinetoskops) entdeckte. Stattdessen suchte er nach einer Möglichkeit, Bilder zu erzeugen, die dem aufgezeichneten Ton entsprechen, den seine 1878 eingeführte Erfindung, der Phonograph, bietet. Als solches war das bewegte Bild als sekundäre Begleitung des aufgezeichneten Tons vorgesehen und setzte die Synchronisation von Ton und Bild etwa 35 Jahre früher voraus, bevor sie in großem Maßstab realisierbar wurde. Ein weiteres Beispiel: Rund 40 Jahre später setzte die Screwball Comedy die Synchrontontechnik mit großem Erfolg ein. Weibliche und männliche Charaktere sprachen ihre Zeilen schnell und mit großer verbaler Raffinesse, kämpften verbal und näherten sich der unvermeidlichen Auflösung: widerwillig ihre Liebe zueinander zuzugeben. Die populäre Musik und das Theater der Epoche boten eine Vorlage für die Sensibilität von Skepsis und sophistication gegenüber der romantischen Liebe, die diesem Genre zugrunde liegt.

Die Ziele des Seminars sind zweifach: Einerseits sollen Studierende eine Perspektive auf den Film entwickeln - von den Anfängen 1895 bis hin zur Gegenwart - und somit ein besseres Verständnis für die Funktionsweise der populären Medien bzw. Unterhaltungskultur entwickeln. Zugleich sollte diese Einführung in die Filmgeschichte eine Gelegenheit bieten, die ästhetischen Strukturen in Filmen besser zu erkennen und zu beschreiben, um somit ein klareres Verständnis ihrer (zeitspezifischen) affektiven Kraft zu gewinnen.

Voraussetzungen

Die folgenden BN-Informationen werden aus verwaltungstechnischen Gründen hinterlegt. Bitte nicht löschen!
1101/ba/kul/2018
1101/ba/kul/2020
7141/*/*/2018
7142/*/*/2018
7143/*/*/2018
7144/*/*/2018
7145/*/*/2018
7141/*/*/2020
7142/*/*/2020
7143/*/*/2020
7144/*/*/2020
7145/*/*/2020

Leistungsnachweis

Voraussetzungen für einen Beteiligungsnachweis (BN):

  • aktive Teilnahme an den Sitzungen
  • Erarbeitung der angegebenen Fachliteratur
  • Erledigung von Übungsaufgaben im Vorfeld der jeweiligen Sitzung im Rahmen von Diskussionsgruppen, die auf der Lernplattform ILIAS gebildet werden
  • Einreichung von einem Gruppenprotokoll pro Woche bis je montags 12:00 bei ILIAS

Strukturbaum
Keine Einordnung ins Vorlesungsverzeichnis vorhanden. Veranstaltung ist aus dem Semester WiSe 2024/25 , Aktuelles Semester: WiSe 2025/26